Die Liste der Vereinsvorsitzenden der Jahre 1951 bis heute.

1951 – 1968: Paul Lehmann

1968 – 1978: Kurt Noack

1978 – 1982: Unbekannt

1982 – 1983: Angelika Bartusch

1983 – 1996: H.-J. Rothe

1996 – 1999: Günther Bialek

1999 – 2000: Manfred Grothe

2000 – 2001: Bernd Nevoigt

2001: Thomas Mittelbach

2001 – 2015: Carsten Kupsch

2015: Maik Seiffert

 

1950 – Es treffen sich Hundefreunde an der Ecke der Zuckerstraße/ Schwarzer Weg in Richtung Neupetershain und beginnen unter Anleitung von Karl Koronowski mit der Ausbildung ihrer Hunde. Dort entsteht auch die Idee, eine Ortsgruppe im Zuchtverband für Deutsche Schäferhunde zu gründen. Nach Überlieferungen und Aussagen einiger Gründungsmitgliedern sowie nach gefundenen Fragmenten besteht der Hundesport in Welzow bereits seit Anfang 1899. 1931 wird in Welzow sogar eine Hundeausstellung unter der Leitung von Herrn Kompaller durchgeführt.

 

1951 – Zwölf Sportfreunde gründen eine Ortsgruppe im Zuchtverband für Deutsche Schäferhunde. Die Eintragung erfolgt am 27.07.1951 im damaligen Verband „Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe“ Bäuerliche Handelsgenossenschaft, Zentralverband Berlin NW7, Reihnhardstraße 14, unter der Registrierungsnummer GO-517/55. Als erster Vorsitzender wird Paul Lehmann gewählt.

 

1956 – Die Ortsgruppe wird in die GST eingegliedert. An Veranstaltungen, z.B. am 1. Mai oder 7. Oktober, nehmen die Sportfreunde mit ihren Vierbeinern teil, allerdings in der Uniform der GST.

 

1958 – Auf dem Sportplatz in Welzow findet eine große Hundeschau mit ca. 300 Zuchthunden statt. Im Rahmen des Nationalen Aufbauwerks werden die Futterküche und die Abstellräume auf dem Schützenplatz errichtet. Ein sehr hoher Zucht- und Ausbildungsstandard wird zum Hauptziel erklärt. Um dieses Ziel zu erreichen, schafft der Verein zahlreiche Zuchttiere an, und erfahrene Mitglieder kümmern sich um die Aufzucht und Pflege von Welpen und Mutterhündinnen. Weiterhin nimmt man an Ausstellungen teil, z.B. in Cottbus und Halle. Anfang der 1960er Jahre trennt man den HSV wieder von der GST, da die Ansprüche an die Hunde und der Standard zunehmend voneinander abweichen. Es wird die Sektion Dienst- und Gebrauchshundesport im VKSK ins Leben gerufen.

 

1968 – Paul Lehmann tritt als Vorsitzender zurück. Die Mitgliederanzahl steigt stetig (Ende der 1960er Jahre zählt der Verein 45 Mitglieder). Kurt Noack wird zum neuen Vereinsvorsitzenden gewählt und übt dieses Amt bis 1978 aus. In all den Jahren gibt es im Verein nur eine Hunderasse: den Deutschen Schäferhund. Nach und nach kommen Boxer, Dalmatiner, Rottweiler und Collie dazu. Die Ausbildung findet auf dem Schützenplatz sowie auf dem Partwitzer Wiesen statt. In den 1950er- und 1960er-Jahren holt und verteilt die Familie Krug Fleisch aus der Abdeckerei Hänchen für die Hunde. Später übernehmen die Sportfreunde Paul Lehmann und Kurt Noack diese Aufgabe. An Trockenfutter ist zu dieser Zeit noch nicht zu denken. Einmal im Monat findet eine Mitgliederversammlung statt, meist am letzten Sonnabend des Monats. Die Zahl der Mitglieder steigt an. 1977/78 wird mit mehr als 50 Mitgliedern der Höhepunkt erreicht.

 

1978 – Kurt Noack legt sein Amt aufgrund zahlreicher anderer gesellschaftlicher Pflichten nieder. Mit der Qualität des Ausbilders steht und fällt ein Verein – dies wird in den folgenden Jahren deutlich spürbar. Der damalige Ausbilder kann aus familiären Gründen die Ausbildung nicht mehr ausreichend durchführen. Das Fazit: Einige Sportfreunde wechseln zum HSV Neupetershain, andere verlieren des Interesse, ihre Hunde selbstständig auszubilden. Der HSV kränkelt, die Stimmung ist schlecht und die Mitgliederzahl sinkt stark. (Wer den Hundesportverein von 1978 – 1982 leitete, ist nicht mehr bekannt. Wir hoffen aber diese Lücke mit der Zeit schließen zu können.)

 

1982 – Angelika Bartusch übernimmt mit Unterstützung von Paul Lehmann den Vorsitz des Vereins. Am 20.02.1982 verstirbt Paul Lehmann nach 31-jähriger Vereinsmitgliedschaft. Der Verein zählt noch 36 Mitglieder, mit fallender Tendenz.

 

1983 – H.-J. Rothe wird zum Vereinsvorsitzenden gewählt. Der HSV muss den Schützenplatz verlassen. 

 

1984 – Die Mitgliederanzahl sinkt auf 26. Bemerkenswert ist weiterhin die hohe Anzahl Deutscher Schäferhunde: 17 Sportfreunde bleiben dieser Rasse treu. Vertreten sich außerdem folgende Rassen: Deutsche Dogge, Riesenschnauzer, Irisch Setter, Bernhardiner, Boxer, Collie, Rottweiler und Dalmatiner. 1984 bis 1989 findet die Ausbildung auf dem Grundstück der Familie Buder statt. Der Verein verfügt jedoch weiterhin über keinen kompetenten Ausbilder.

 

1989 – Mit der Wiedervereinigung erreicht der Verein seinen absoluten Tiefpunkt. Aufgrund hoher Arbeitslosigkeit und fehlender Perspektiven kehren immer mehr Sportfreunde dem Verein den Rücken.

 

1992 – Mitte des Jahres beschließen H.-J. Rothe, Michael Weigelt und Günther Bialek, weitere Bürger für den HSV zu gewinnen. Nach einiger Zeit stellt sich der Erfolg ein. Am 27.11.1992 findet die erste Versammlung nach der Wende im City Hotel statt. Der Verein zählt  wieder zehn Mitglieder, die H.-J. Rothe zu ihrem Vorsitzenden wählen. Auf den neuen Vorstand wartet viel Arbeit: Der Verein muss ins Vereinsregister eingetragen werden, wofür eine Satzung erforderlich ist. Deren Erstellung gestaltet sich schwierig, sodass ein Notar hinzugezogen werden muss. Kaum ist der Verein eingetragen, fordert das Finanzamt die Erstellung einer Gemeinnützigkeitserklärung. 

 

1993 – Der Verein zählt nun 14 Mitglieder. Es wird überlegt, wie man Jugendlichen den Hundesport näherbringen kann. Der Verein beschließt, ab sofort auch Mischlinge auszubilden, da diese den Rassehunden zunehmend Konkurrenz machen. Wie bereits in den 1980er-Jahren stellt das fehlende Ausbildungsgelände erneut die größte Sorge dar.

 

1994 – Die Zusammenarbeit mit dem Rat der Stadt Welzow verläuft optimal. Der Antrag des HSV auf 50% Ermäßigung der Hundesteuer für Vereinsmitglieder wird genehmigt. Zudem beginnen erste Gespräche über einen geeigneten Ausbildungsplatz ausschließlich für den HSV. Dabei wird das Gelände des Flugplatzes in Erwägung gezogen. Verhandlungen zwischen Stadtverwaltung, Flugplatzgesellschaft und dem HSV werden aufgenommen. In diesem Jahr legen sechs Vereinsmitglieder die Begleithundeprüfung ab. Außerdem wird erstmals der Wettstreit um den Vereinspokal durchgeführt. Die Steuerermäßigung zeigt Wirkung, und die Mitgliederanzahl steigt auf 25.

 

1996 – Am 01.08.1996 wird dem HSV erstmalig ein eigener Ausbildungsplatz durch die Flugplatzgesellschaft zur Verfügung gestellt. Die Bedingungen werden vertraglich geregelt. Die Herrichtung des Platzes wird zum Ziel der kommenden Jahre und erfordert den Einsatz aller Mitglieder. Die Mitgliederanzahl steigt auf 30. 1997 werden erste Kontakte zur LAUBAG geknüpft, um den Erwerb einer Baracke zu verhandeln. Zudem wird die Zufahrtsstraße neu geschottert und verdichtet, Zaunanlagen errichtet sowie stationäre Ausbildungsgeräte gefertigt.

 

1997 – Im September erfolgt der Transport der Baracke. Anschließend wird ein Kabelgraben ausgehoben und die Stromleitung verlegt. Am 14.11.1997 wird das Vereinsheim feierlich eingeweiht. Besonders erwähnt werden sollen die Mitglieder, die unzählige Stunden Arbeit auf dem Vereinsgelände geleistet haben: Manfred Grothe, Horst Schröder, Ulrich Klemm, Armin Bund und Lothar Bohne.

 

1998 – Es entsteht eine Freundschaft mit dem HSV Kölzig. Gemeinsam werden Vorführungen, z.B. beim Flugplatzfest in Welzow, durchgeführt. Die Ausbildungsqualität erreicht jedoch noch nicht das gewünschte Niveau. Zwei Sportfreunde erklären sich bereit, die Ausbildung zu übernehmen. Der Verein investiert, und die Lehrgänge werden erfolgreich absolviert.

 

1999 – Sportfreund Günther Bialek legt aus gesundheitlichen Gründen sein Amt nieder. Manfred Grothe übernimmt den Vorsitz bis zum Jahresende. 

 

2000 – Der neue Vorsitzende Bernd Nevoigt legt aber sein Amt zum Jahresende ebenfalls aus gesundheitlichen Gründen nieder. Thomas Mittelbach übernimmt den Vorsitz. 

 

2001 – Der HSV feiert sein 50-jähriges Vereinsjubiläum und zieht Bilanz: der Verein zählt 16 verschiedene Hunderassen, besitzt einen der schönsten Hundeplätze im Land Brandenburg (mit ca. 20.000m^2) und verfügt über zwei tatkräftige und kompetente Ausbilder. Carsten Kupsch wird zum Vereinsvorsitzender gewählt. 

 

2011 – Der HSV Welzow e.V. ist Ausrichter der Landesmeisterschaft Berlin-Brandenburg im Turnierhundesport und feiert sein 60-jähriges Bestehen.

 

2015 – Sportfreund Carsten Kupsch legt sein Amt im Januar 2015 nach fast 14 Jahren aus persönlichen Gründen nieder. Maik Seiffert übernimmt den Vorsitz des Vereins.

 

2022 – In diesem Jahr richtet der HSV Welzow als Vertreter des Landesverbandes Berlin-Brandenburg die SGSV Meisterschaft im Turnierhundesport aus.